Abstract

Die Idee zu diesem Projekt entstand nicht nur aufgrund dessen, weil die Thematik der Betrieblichen Gesundheitsförderung immer intensiver in aller Munde zu sein scheint. Im Gegenteil beweisen viele namhafte Studien (Whitehall I und II, Almeda County Study), dass es sehrwohl Sinn macht, gesundheitsfördernde aber auch -hemmende Faktoren in einem Unternehmen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Weiters weisen Forschungsergebnisse auf eine Kausalität der Einflussfaktoren bezogen auf Akzeptanz/Ablehnung von BGF-Maßnahmen und der erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrate von basisqualifizierten manuell Tätigen hin. Die Besonderheit dieses Vorhabens liegt daran, dass sich das Projektteam konkret mit Bewusstseinsbildung bei manuell tätigen basisqualifizierten ArbeitnehmerInnen im Kontext der Betrieblichen Gesundheitsförderung beschäftigen. Dieser Ansatz geht über das klassische Verständnis von Gesundheitsbewusstsein hinaus. Es geht nicht nur um die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und der Lebenssituation; vielmehr die betreffenden Personen vorab in das Boot zu holen und gemeinsam hemmende und fördernde Faktoren in der Arbeit zu eruieren, um nachhaltige Maßnahmen umsetzen zu können. Darunter fällt das Aufzeigen der mulitkausalen Belastungen, welche auf basisqualifizierte manuell Tätige einwirken. Nach Berücksichtigung des Gesundheitsbewusstseins, der Lebenswelt und des Sozialisationsprozesses der Zielgruppe werden die Auswirkungen von Einkommen, Bildung sowie beruflicher Stellung in die Konzeption von BGF-Maßnahmen miteinbezogen. Großer Wert wird auf ein bottom-up-Design mit höchster Partizipation der Betroffenen gelegt.