Laufzeit: März 2006 - Oktober 2008

Projektleitung: Univ. Prof. Dr. Irmgard Eisenbach-Stangl (Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung), DSA Prof. (FH) Kurt Fellöcker (FH St. Pölten), Mag.a Judith Haberhauer-Stiedl (FH Wien)

ProjektpartnerInnen: Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, FH Campus Wien

Forschungsprogramm: Fonds Gesundes Österreich

ProjektmitarbeiterInnen FH St. Pölten: Alonso Garcia Marta, Binder Robert, Eberhard Kathrin, Fleischhacker Natascha, Gundacker Cornelia, Hadl Veronika, Kerschner Elmer, Krupan Martina, Nußbaumer Sandra, Plech Barbara, Schättle Marion, Schlager Silvia, Schuhmeister Nina, Schwarz Anton, Steffens-Krebs Nicola, Steyrer Maria, Teschler Theresa, Zitta Claudia

 

Ziele

Forschungsgegenstand ist die Lebenssituation Jugendlicher, die schulisch und/oder betrieblich mangelhaft integriert sind und im öffentlichen Raum als „Szene“ intensiv Alkohol konsumieren. Mit dem öffentlichen Alkoholkonsum in Verbindung stehen Gewalt- und andere Aggressionshandlungen. In Ausnahmefällen ist die Entwicklung schwerer gesundheitlicher Probleme zu beobachten, die längerfristige stationäre Therapien nötig machen oder unmittelbar lebensbedrohend sind.

Im vorliegenden Projektentwurf wird ein qualitatives Forschungsprogramm entwickelt, um diese risikoreich trinkenden Jugendgruppen erstmals genauer zu erfassen und die unterschiedlichen Formen herauszuarbeiten, die sie im ländlich-kleinstädtischen niederösterreichischen Raum und im urbanen- großstädtischen Wiener Raum annehmen. Auf der Basis der Ergebnisse sollen präventive Maßnahmen und Instrumente entwickelt werden.


Inhalte und Methoden

Der Forschungsplan sieht ein mehrstufiges Vorgehen vor.

  • Öffentliche Treffpunkte von Jugendlichen mit problematischem Alkoholkonsum – in der Folge als „Alkoholszenen“ bezeichnet – werden beobachtet und systematisch beschrieben.
  • Mindestens 5 und höchstens 8 Alkoholszenen werden jeweils für Niederösterreich und Wien ausgewählt, die die Gesamtheit der öffentlichen Alkoholszenen in beiden Bundesländern repräsentieren. Diese sollen einer vertieften, teilnehmenden Beobachtung unterzogen werden.
  • Pro ausgewählter Szene werden ein bis zwei Focus Gruppen gebildet.
  • Erforschung der psychosozialen Problematik auf individueller Ebene: ausgewählte Jugendliche (ev. Peer-group Leader) werden anhand von narrativen Interviews befragt.
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs



Ergebnisse

Auf Basis der oben dargestellten Erkenntnisgewinne lassen sich präventive Maßnahmen für risikoreich trinkende Jugendliche entwickeln. Die Präventionsvorschläge werden vor allem folgenden Einrichtungen betreffen: 1. die außerschulische Jugendarbeit, 2. Gebietsbetreuung und Raumplanung, 3. Wirtschaftsbetriebe (Lehrlinge) und Schulen, 4. Erziehungshilfe und Familienarbeit und 5. Streetwork und Mobile Jugendarbeit. So weit als möglich, werden die gewonnen Einsichten auch für Präventionsmaßnahmen für unauffällig trinkenden Jugendlichen nutzbar gemacht.

Außerdem lassen sich alkoholpolitische Vorschläge formulieren: Überlegungen, wie der Zugang von Jugendlichen zu den alkoholischen Getränken erschwert werden könnte (Jugendschutz), können ebenso ausgearbeitet werden, wie Überlegungen welcher Maßnahmen es bedürfte, um den Alkoholkonsum sozial auffälliger wie unauffälliger Jugendlicher weniger risikoreich zu gestalten.

 

Publikation

Die Ergebnisse der Studie können in der Projektpublikation "Jugendliche Alkoholszenen. Konsumkontexte, Trinkmotive, Prävention" nachgelesen werden. Die Printversion kann für EUR 7 (zuzüglich Porto) unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden. Alternativ steht eine kostenfreie Online-Version zur Verfügung [download].