Projektleitung: Michaela Moser
MitarbeiterInnen: Katharina Auer
Auftraggeber: Kleinregion Pöchlarn-Nibelungengau
Laufzeit: Mai 2013 - Februar 2014

 

Projektbeschreibung

Um Anliegen und Perspektiven junger Frauen und Männer stärker in gesellschaftliche und soziale Prozesse der Kleinregion Pöchlarn-Nibelungengau (Erlauf, Golling, Krummnussbaum, Pöchlarn) zu integrieren, wird ein partizipativer Prozess organisiert, der neben der Umsetzung eines Jugend-BürgerInnen-Rats für die Kleinregion auch ein partizipatives Budget für ein Pilotprojekt beinhaltet.

Im Zentrum des Projekts steht die Umsetzung eines Jugend-BürgerInnen-Rats, der nach dem Vorbild und der Methode der „Wisdom Councils“ durchgeführt wird. Wisdom Councils wurden vom us-amerikanischen Organisationsberater Jim Rough entwickelt, um die demokratische Grundhaltung, Eigenverantwortung und Selbstorganisation in einem Gemeinwesen zu stärken. Aus einer Gemeinde bzw. Region werden per Zufallsauswahl ca. 12 Personen gewählt, die 1-1,5 Tage Lösungen für Fragen entwickeln, die sie wirklich bewegen. Die Ergebnisse werden schließlich öffentlich präsentiert und im Dialog der TeilnehmerInnen mit politischen EntscheidungsträgerInnen in Richtung Umsetzung weiter entwickelt.

BürgerInnen-Räte werden mit der Methode „Dynamic Faciltiation“ moderiert. Diese Methode unterscheidet sich von herkömmlichen Moderatinoen durch ihre flexible Struktur, die der Förderung des kreativen Potenzials einer Gruppe dient. Die Methode wurde bereits mehrfach in Österreich und auch im Bereich Jugendbeteiligung angewandt.

Im Anschluss an und auf Basis der Ergebnisse des Jugend-BürgerInnen-Rats wird ein Jugendprojekt per Wettbewerb ausgeschrieben und mit maximal 3.000 Euro dotiert. Sowohl die Beteiligten am BürgerInnenrat als auch lokale Vereine, Intiativen und Einzelpersonen können sich am Wettbewerb beteiligen. Im Rahmen einer moderierten offenen Jurysitzung, zu der unter Vorsitz der JugendgemeinderätInnen alle BürgerInnen der Kleinregion eingeladen sind, wird über die Vergabe der 3.000 Euro entschieden.

Aus dem Jugendprojekt-Budget könnte sich - bei Erfolg – ein kontinuierliches partizipatives „Jugendbudget“ entwickeln, wie es z.B. von der Stadt Graz bereits umgesetzt wird. Auch die Durchführung eines Jugend-BürgerInnen-Rats sollte nach Möglichkeit zu einem kontinuierlichen Beteiligungsinstrument werden und entsprechend regelmäßig (jährlich oder jedes zweite Jahr) durchgeführt werden.