Projektleitung: Monika Vyslouzil
MitarbeiterInnen: Stefanie Hengl
Partner: Gesundheit Österreich Gmbh, BMG
Laufzeit: Februar 2012 - Dezember 2013
Projektwebsite: www.fruehehilfen.at

 

Projektbeschreibung

Eine wesentliche Basis für Potenziale und Chancen im weiteren Leben wird in der frühen Kindheit gelegt. Frühe Hilfen in Form von Unterstützung und Förderung in der frühen Kindheit können Lebensqualität, sozioökonomische Lage und Gesundheit bis weit ins Erwachsenenleben positiv beeinflussen. Die verstärkte Etablierung von Frühen Hilfen war daher eine der wichtigsten Empfehlungen des Kindergesundheitsdialogs.

In Österreich gibt es – neben einzelnen lokalen Maßnahmen – Frühe Hilfen derzeit vor allem in Vorarlberg, wo das „Netzwerk Familie“ seit 2011 flächendeckend aktiv ist. Als Teil der Umsetzung der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie hat das BMG die Gesundheit Österreich (GÖG) mit einem Grundlagenprojekt beauftragt, das auf die Verbesserung der strukturellen und fachlichen Voraussetzungen für die Etablierung von Frühen Hilfen in Österreich zielt. Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur im Rahmen der Vorsorgestrategie finanziert und von der GÖG mit Partnern in allen Bundesländern umgesetzt.

Im Rahmen dieses Projekts wurde 2012 eine Feldanalyse durchgeführt, die zur Einschätzung der Potenziale für Frühe Hilfen in allen Bundesländern sowie auf Bundesebene dient. Auf Basis von Literaturanalysen und Konsultation von Fachleuten werden des Weiteren die fachlichen Grundlagen zu Frühen Hilfen aufbereitet. Die Ergebnisse stehen auf der Website (www.fruehehilfen.at) zur Verfügung. Zur Unterstützung des Wissenstransfers werden – vor allem 2013 – auch eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt. Das Jahr 2013 soll darüber hinaus vor allem dem Praxistransfer der im Projekt erarbeiteten Grundlagen dienen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass in allen Bundesländern bereits vielfältige Angebote bestehen, die in Bezug auf Frühe Hilfen relevant sind. Zentral ist daher eine Verbesserung der Vernetzung der bestehenden Angebote sowie der Inanspruchnahme durch relevante Zielgruppen. Der Kindergesundheitsdialog hat in Österreich große Aufmerksamkeit für Frühe Hilfen geweckt; aktuell gibt es in verschiedenen Bereichen Überlegungen, Frühen Hilfen-Netzwerke ins Leben zu rufen. Schlägt sich das gesteigerte Interesse in konkreten Maßnahmen nieder, bedeutet dies eine verstärkte Nutzung der großen Potenziale von Gesundheitsförderung und Prävention in der frühen Kindheit.

 

Links

 

 

Tagungsdokumentation "Informationsveranstaltung Frühe Hilfen", 29.5.20123