Projektleitung: Maria Maiss

Laufzeit: Jänner 2011 – April 2012

ProjektmitarbeiterInnen: Rosemarie Ausweger, Susanna Berger-Freund, Julia Boschmann, Thomas Lasinger, Marina Schmidberger, Petra Schuhmeier, Antonia Titscher

Abstract

Ziel und Gegenstand des Projekts ist die Rekonstruktion und Publikation von Lebens- und Arbeitsgeschichten österreichischer SozialarbeiterInnen des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus sollen die gesammelten Interviewdaten und eventuelle zusätzliche Archivarien (bspw. Fotos, Dokumente) in einem elektronischen Datenarchiv (des Ilse Arlt Instituts) gespeichert werden.

 

Details

Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Rekonstruktion und Verschriftlichung von mittels Interviews erhobener sozialarbeiterischer Lebens- und Arbeitsgeschichten (i.S. von erinnerten diskursiven  Praktiken ehemaliger sozialarbeiterischer AkteurInnen). Dabei interessieren vorrangig die Verflechtungen von individuellen,  professionsbiographischen und strukturellen (v.a. institutionellen und rechtlichen) historischen Be- und Gegebenheiten (wie bspw. Chancen, „die Gunst der Stunde“, Hemmungen, Hindernisse, Konflikte, Brüche) im Ringen um strukturelle, institutionelle und methodologische Veränderungen bzw. Innovationen in den diversen Handlungsbereichen Sozialer Arbeit. Damit eng verbunden ist der vertiefte Blick auf sozialpolitische, -ökonomische, ideologische, ethisch-moralische Rahmenbedingungen und Selbstverortungen einerseits sowie auf sozial-arbeits-wissenschaftliche Einflüsse und professionsbezogene Notwendigkeiten, Interessen und Begehrlichkeiten andererseits. Im Brennpunkt des Interesses steht somit die Suche nach Verflechtungen persönlicher, berufsbiographischer und sozialer Beweggründe auf Basis derer sozialarbeiterische Identitätskonstrukte sowie  Handlungsmethoden und -felder in Österreich (im 20. Jh.) geschaffen bzw. verändert werden konnten.

Neben der Erstellung des Buchmanuskripts (jede/r Studierende ist Verfasser/in eines Kapitels) werden die gesammelten bzw. erhobenen Quellen digital archiviert (Teil der Datenbank des Ilse Arlt Instituts).  Letzteres umfasst im Wesentlichen die Schritte der Quellensammlung, der Quellenbeschreibung und der übersichtlichen Auflistung und Kurzbeschreibung der Inhalte des Archivs. Als methodisch-technische Vorbereitung für die Durchführung der Quellensuche, -erhebung und -aufbereitung ist eine Einführung in die zentralen Fragestellungen sozial- und biographiegeschichtlichen Arbeitens vorgesehen. In diesem Zusammenhang soll eine einführende Auseinandersetzung mit ausgewählten Methoden der Geschichtsschreibung erfolgen, insbesondere mit den Konzepten „Oral History“, „Narrativität“, „Biographieforschung“ und „Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung“.

 

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