Abstract

Menschen mit psychischen Problemen werden in der und durch die Gesellschaft stigmatisiert. Besonders mediale Berichterstattungen (z.B. in Zeitungen, Zeitschriften, Online-Artikeln) berichten in sensationellem Charakter von so genannten „psychisch kranken Menschen“. Betroffene Individuen werden stark kriminalisiert. Der/dem LeserIn wird das Bild eines kriminellen „psychisch kranken“ Menschen vermittelt, wobei das Publikum (LeserInnen) zwangläufig „psychische Krankheit“ mit Kriminalität assoziiert. Als mediales Ziel betreffend diese Thematik kann also Fehlinformation der Bevölkerung und Panik- bzw. Angstmache in der breiten Öffentlichkeit identifiziert werden. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen zu leisten. Weiters soll ein Film, der sich an die breite Öffentlichkeit richtet, zum Zwecke der Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Problemen erstellt werden.

Projektziele

 

  • Produktion einer DVD, die in allen Buchhandlungen, im Fachhandel erhältlich ist.
  • Erstellung eines Filmes, der sich an die breite Öffentlichkeit richtet, zum Zwecke der Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Problemen.
  • Produktion eines Filmes, der sowohl Betroffenen-Sichtweise/Seite als auch Nicht-Betroffenen-Sichtweise/Seite beleuchtet.
  • Partizipation und Rückkoppelungsmöglichkeit der Betroffenen, im Sinne eines ExpterInnenwissens, das Ausgangspunkt für die Entwicklung des Projektes und schließlich die Produktion des Films ist. Die Betroffenen-Sicht als Korrektiv im Projektverlauf.
  • Der Projektverlauf soll so gestaltet werden, dass sich die Projektgruppe so nah wie möglich an den Interessen der Betroffenen orientiert. Dies kann vor allem durch Forschungsarbeiten und damit verbundenen Erkenntnissen im Projektprozess verwirklicht werden.
  • Die Betroffenen sollen sich jedenfalls mit dem Film identifizieren können.
  • Produktion eines Filmes,
    • der den ethischen Ansprüchen der Betroffenen und der Projektgruppe entspricht.
    • der Ängste in der breiten Öffentlichkeit (= Nicht-Betroffene) mindert und im Sinne der Betroffenen dargestellt wird.
    • der auch im gesellschaftskritischen Sinne Wirkung hat; also als Korrektiv zu aktuell sensationellen medialen Berichterstattungen agiert.