Beschreibung

Im Zentrum des ersten Semesters steht der Wissens- und Kompetenzaufbau zum Thema Sozialräumliches Arbeiten/Gemeinwesenarbeit. Darüber hinaus wird Kontakt zum bestehenden Gemeindegremium hergestellt und der Auftrag geklärt. Eine qualitative Forschungsarbeit, die im Rahmen der Forschugnswerkstatt parallel zur konkreten Projekttätigkeit durchgeführt wird, ist ein Schwerpunkt des Projektes. Nach einer Festlegung von Personengruppen werden insgesamt 36 Personen interviewt. Die Präsentation der Forschungsergebnisse erfolgt im Juni 2007.

Im zweiten Semester wird mit dem Gemeindegremium entschieden, den Fokus der Projekttätigkeit auf die Jugendlichen zu legen. Gemeinsam mit der Gemeinde wird ein zweistufiges Vorgehen erarbeitet, das aus Workshops mit SchülerInnen der Hauptschule und einer Abschlussveranstaltung mit Diskussionsforen besteht. Die Gemeinde ist an der Vorbereitung und Durchführung beider Vorhaben beteiligt. Dahinter steht der Plan der Gemeinde Loosdorf Kontakt zu Jugendlichen herzustellen um unter deren Beteiligung weiterführende Aktivitäten einzuleiten. Das Projektteam übernimmt hier auch die Recherche und Vorstellung verschiedener Beteiligungsmodelle, die in anderen Kontexten bereits umgesetzt wurden.


Ausgangslage

Der Kontakt zur Gemeinde Loosdorf entstand im Rahmen des EQUAL-Projektes Donau-Quality in Inclusion, Modul "Sozialräumliches Arbeiten".  Die Kooperation zum Insitut für Rechs und Kriminalsoziologie ergab sich aus bestehenden Kontakten zum Studiengang Soziale Arbeit.

In der Gemeinde gab es im Jahr 2006 verschiedenste Aktivitäten Rund um das Thema Sicherheit, die sich großteils auf technische Aspekte der Sicherheit bezogen.

Der Bürgermeister formulierte das Anliegen auch Aktivitäten im Hinblick auf Zivilcourage und Beteiligung der Bevölkerung zu setzen.

In der Gemeinde gab es zu diesem Zeitpunkt immer wieder Vorfälle, die mit Drogenkonsum von Jugendlichen und verschiedenen Formen von Vandalismus in Zusammenhang standen. Darüber hinaus beschrieb der Bürgermeister eine herrschende Verunsicherung in der Bevölkerung, die sich auch im Auftauchen verschiedener Gerüchte manifestierte.

Noch während der Beratung durch das Modul im Rahmen von EQUAL kam es zur Gründung eines Gemeindegremiums bestehend aus Bürgermeister, Vizebürgermeisterin, Schuldirektor, einigen GemeinderätInnen und sonstigen Freiwilligen.  Dieses Gremium beschrieb verschiedenste Brennpunkte in der Gemeinde, die mit Unsicherheit verbunden sind. Dazu gehören der Park, eine Neubausiedlung, einige Lokale und ein selbstorganisierter Jugendraum.

Es wurde vor allem ein verbesserungswürdiger Kontakt zu Jugendlichen und Unsicherheit in Bezug auf zugezogene BürgerInnen beschrieben.


Projektziele

  • theoretische Annäherung an das Konzept der Sozialraumorientierung
  • Erproben von konkreten Fertigkeiten und Skills in Zusammenarbeit mit Gemeinwesen (Forschungsmethoden, Moderationstechniken, Arbeit mit Gruppen, …)
  • Aufbereitung von Ergebnissen (Veranstaltung sowie Interventionen)




Ergebnisse

  • Forschungsbericht  aus der Forschungswerkstatt mit öffentlicher Abschlusspräsentation
  • Initiierung eines Kontaktes zwischen Jugendlichen und GemeindevertreterInnen in Form von kooperativen Workshops und einer Diskussionsveranstaltung als Basis zur Weiterarbeit vor Ort