Projektzeitraum: Juli 2005 - Juni 2007

Projektleitung: Manuela Brandstetter (bis Oktober 2006), Maria Maiss

Forschungsprogramm: EQUAL, DONAU Quality in Inclusion

Projektpartner: Sozaktiv

MitarbeiterInnen: Ursula Stattler, Peter Pantucek, Cornelia Kassil

Homepage: www.sozialraum.at

 

Abstract

Im Rahmen des Moduls werden sozialraumorientierte Initiativen und Entwicklungsprojekte durch Expertise und Moderation begleitet und Kooperationen mit interessierten Organisationen, Gebietskörperschaften, Initiativen und Behörden aufgebaut. Im Rahmen von sogenannten sozialraumorientierten Kurzinterventionen wird eine sozialräumliche Ausrichtung mit interessierten KooperationspartnerInnen gefördert. Dabei sind wesentliche Elemente einer sozialraumorientierten Beratung:

  • Heranziehung lokaler und regionaler Ressourcen
  • Förderung von Selbsthilfepotenzial
  • Orientierung an Betroffenen und an Bedürfnissen
  • Kooperation und Vernetzung
  • fallunspezifische Arbeit


Die gewonnenen Erfahrungen werden im Austausch mit dem Teilprojekt „Was ist Qualität“ reflektiert und im Sinne von Sozialraumorientierung als eines für Soziale Arbeit zu generell gültigen Standards in die Entwicklung von Qualitätsmerkmalen integriert.

Neben den eigentlichen Beratungsprozessen nimmt der Aufbau von Grundwissen über Grundsätze und Möglichkeiten sozialraumorientierter Planung und Organisation breiten Raum ein. Es wird der Kontakt zu MultiplikatorInen in Niederösterreich und ExpertInnen der Sozialraumorientierung bzw. Gemeinwesenarbeit gesucht und laufend ausgebaut.

Modul 2 organisiert zwei Fachtagungen um das erarbeitete Wissen und erste Erfahrungsberichte einem breiten Fachpublikum und InteressentInnen aus Gemeinden zugänglich zu machen.  Darüber hinaus nimmt das Projektteam eine aktive Rollen bei themenspezifischen Veranstaltugen wahr (Vortrag, Workshops, Informationsmaterial, …).


Ausgangslage

Die Projekttätigkeit, der der Ansatz der Sozialraumorientierung zugrunde liegt, schließt zwar an traditionelle Herangehensweisen der Sozialen Arbeit an, geht aber deutlich über sie hinaus. In Österreich sind Initiativen zur Sozialraumorientierung noch sehr dünn gesät und die AkteurInnen in den Gemeinwesen (Lokal- und RegionalpolitikerInnen, Organisationen und Betriebe) sind über die Möglichkeiten, die sich aus sozialraumorientierten Ansätzen ergeben bzw. über die Chancen zur Nutzung ohnehin vorhandener lokaler Ressourcen noch wenig informiert.  Zudem erfolgte bisher kaum eine Ausrichtung vorwiegend auf den ländlichen Bereich, sondern vielmehr auf Klein- und Mittelstädte, da die traditionelle Gemeinwesenarbeit in erster Linie im urbanen Raum ihre Instrumentarien entwickelt hat.

Die Beratung setzt genau hier an und bietet Unterstützung bei der Initiierung weiterführender Prozesse.


Projektziel

Das Modul setzt sich zum Ziel, in Kooperation mit interessierten Gebietskörperschaften und SozialarbeiterInnen eine sozialräumliche Ausrichtung lokaler und regionaler Initiativen, Organisationen und Behörden beratend zu fördern.

Das Prinzip Sozialräumlicher Arbeit ist die gezielte Kooperation behördlicher und zivilgesellschaftlicher AkteurInnen auf lokaler und regionaler Ebene. Die Aktionen sollen dabei so abgestimmt werden, dass sie die Potenziale des Gemeinwesens stärken.


Ergebnisse

  • 40 durchgeführte Beratungen mit 20 KooperationspartnerInnen
  • 2 Tagungen (23. Februar 2006 und 15. März 2007)
  • Referat auf der Tagung der öffentlichen Arbeitsgemeinschaft für Jugendwohlfahrt am 10. Oktober 2006
  • Workshop in Dornbirn am Symposium „Quality in Progress“ am 17. Oktober 2006
  • Broschüre "Gemeindeentwicklung (be)trifft Sozialarbeit (be)trifft Gemeindeentwicklung"
  • div. Papers und Publikationen
  • Homepage www.sozialraum.at