Projektleitung: Manuela Brandstetter

Laufzeit: Jänner 2010 - Juni 2011

ProjektmitarbeiterInnen: Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der FH St. Pölten

 

Abstract

Im gegenständlichen Master-Projekt gehen wir der Frage nach, inwiefern virtuelle Räume nicht nur als Orte gesellschaftlicher Auseinandersetzung sondern als „Sozialräume“, als hergestellte relationale (An)Ordnung von Gütern und Menschen zu begreifen sind (Löw 1991). Nachgegangen wird in diesem Zusammenhang der zentralen Frage, welche Bedeutung in diesem Zusammenhang der Frage nach unspezifischer, personenbezogener Hilfe zukommt und wie die diesbezüglichen Unterstützungsformen sich in virtuellen Räumen manifestieren.

  • Welche Charakteristika unspezifischer personenbezogener Hilfe finden sich in den webbasierten Foren, IRCs und Boards (die nicht unmittelbar einem gesellschaftlichen Funktionssystem zurechenbar (Spezialisierung) sind und die keine spezialisierte Dienstleistung erbringen sollen)?
  • Welche Analogien der auffindbaren Hilfeformen zu etablierten Formen der unspezifischen Hilfe, wie etwa dem Case Management, sind auffindbar? Wie konfigurieren sich diese?

Anhand ausgewählter, virtueller Räume, d. s. webbasierte Foren, Boards, und IRCs soll empirisch-deskriptiv erarbeitet werden, wie sich diese Netzwerke zusammensetzen, inszenieren, welche Modi sozialen Austauschs dort stattfinden und welchen Stellenwert „unspezifische Hilfe“ dort einnimmt bzw. wie sich konfiguriert. Nicht-Ziel des Projekts ist es, das WWW als neues „Handlungsfeld Sozialer Arbeit“ oder es als Markt für ein Dienstleistungsangebot zu denken. Aus diesem Grund sollen auch nur solche Räume ins Sample integriert werden, die nicht zum Zweck der Schaffung eines Unterstützungsangebots geschaffen werden (z. B.: Beratungsforen u dgl.).