Projektleitung: Tom Schmid

Laufzeit: August 2010 - März 2011

Auftraggeber: SV Wissenschaft

Projektmitarbeiterinnen: Katharina Auer, Stefanie Hengl

Abstract

Dieses Projekt befasst sich mit dem Inanspruchnahmeverhalten von (ambulanten und stationären) medizinischen Leistungen der PatientInnen. Ein wesentlicher Kosteneffekt beim Zugang zu (ambulanten und stationären) medizinischen Leistungen wird von Seiten der Gesundheitsökonomie erwartet. Auf Grundlage einer empirischen Analyse von PatientInnenmotivationen und Entscheidungsgrundlagen soll die (mögliche) Akzeptanz der österreichischen PatientInnen eines Gatekeeper-Modells ermittelt werden. Diese Studie zeigt typische PatientInnenverhalten auf, auf deren Grundlage Empfehlungen für den „Umgang“ mit den unterschiedlichen PatientInnen-Typen formuliert werden.

Den heutigen, weitgehend ungelenkten Zugangsmöglichkeiten der PatientInnen auf nahezu allen Ebenen des Gesundheitswesens wird ein wesentlicher Kosteneffekt durch ein Gatekeeper-Modell beim Zugang zu (ambulanten und stationären) medizinischen Leistungen entgegengesetzt und von der Gesundheitsökonomie erwartet. Um diese Lenkung der PatientInnenströme durchsetzten zu können, ohne die Versorgungsqualität zu verschlechtern, benötigt es Wissen über die entsprechenden Rahmenbedingungen:

  • Was sind die wesentlichen Entscheidungsgrundlagen von PatientInnen bei der Auswahl von ÄrztInnen beziehungsweise alternativen Strategien (Ambulatorien etc.)?
  • (Wie) könnte ein Gatekeeper-Modell von österreichischen PatientInnen akzeptiert werden?

 

Projektziele

  • Wissen über PatientInnenentscheide bezüglich der Wahl der Betreuungsebenen (GP, FA; Krankenhaus), der Auswahlkriterien des/der einzelnen GP als "persönliche/r" HausärztIn und die (mögliche) Akzeptanz eines Gatekeeper-Modells seitens der österreichischen PatientInnen, um die Lenkung der PatientInnenströme ohne eine Verschlechterung der Versorgungsqualität durchsetzen zu können.
  • "Inanspruchnahmeverhalten", Bedarf und Qualität von Leistungen des Gesundheitssystems unter Alltagsbedingungen (aus Sicht der PatientInnen) genau zu analysieren und Schlüsse für neue Versorgungsformen daraus zu ziehen.
  • Rezeption der wichtigsten Fachliteratur über PatientInnen-Motive bei der konkreten Arztwahl; Rezeption der Ergebnisse der quantitativen Studie der gesetzlichen Sozialversicherung;