Die Messbarkeit der Not als Abstand vom richtigen Gedeihen sowie die Messbarkeit der Hilfserfordernisse und -mittel bilden für Arlt die Grundlage und den kritischen Maßstab für eine individual- und kontextgerechte Planung und Durchführung sowie die Evaluation von Hilfsmaßnahmen. Hilfe kann nach Arlt nur dann zur Selbsthilfe werden, wenn durch sie die Fähigkeit des Individuums zum schöpferischen Konsumhandeln und zur sorgsamen Lebenspflege entwickelt/bestärkt wird. Auf diesem Wege würde nicht bloß Leid gelindert, sondern individuelles Gedeihen und Lebensfreude und auch nationale Wohlfahrt nachhaltig befördert werden. Die Neuedition dieses Werks umfasst neben einem ausführlichen Nachwort auch eine der beiden bislang unveröffentlichten Autobiographien Ilse Arlts.

"Die Wissenschaft, der sich Ilse Arlt widmen wollte, war die der Beseitigung der menschlichen Not. (...) Als man sie fragte, wieso gerade sie, die extreme Individualistin, sich so brennend für die Probleme der Gemeinschaft interessiere, sagte sie, das sei doch völlig klar: "Mein Ziel" ist der Individualismus für alle! ..."

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http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50059-5