Projekt und Zukunftswerkstatt zu generationsübergreifendem Wohnen in St. Pölten

mss/Vorlaufer

Die Wohnbaugenossenschaft BWS reg. Gen.m.b.H. entwickelt gemeinsam mit Volkshilfe NÖ ein neuartiges Wohnkonzept in generationsübergreifender Gemeinschaft in der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

Das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten erstellt für dieses Projekt eine Machbarkeitsstudie und erarbeitet in einer Zukunftswerkstatt die Grundlagen. St. Pölten übernimmt damit eine Vorreiterrolle beim generationsübergreifenden Wohnen.

Facetten des Wohnens

Die Wohnbauoffensive der Stadt St. Pölten ermöglicht praktisch alle Facetten des Wohnens: Innenstadtwohnen, ein Haus mit Garten, Gemeindewohnungen, Genossenschaftswohnungen, Eigentumswohnungen, Wohnen im Grünen usw. und es gibt zusätzlich noch die Projekte „Junges Wohnen“ und „Betreutes Wohnen“. Was bisher noch gefehlt hat ist ein Projekt, das das Zusammenleben von Kindern, jungen Menschen, Erwachsenen sowie Senioren und Seniorinnen forciert.

„Die verschiedenen Generationen können viel voneinander profitieren sowie einander helfen und unterstützen“, betont Bürgermeister Matthias Stadler, „dass mehrere Generationen unter einem Dach wohnen war früher üblich. In Großstädten gibt es das heute kaum, was vielfach zu Isolierung und Vereinsamung führt und im Alltag für jede der Generationen eine Reihe von Problemen aufwirft. Es freut mich sehr, dass die BWS reg. Gen.m.b.H. gemeinsam mit der Volkshilfe, dem Pensionistenverband und der FH St. Pölten ein Wohnprojekt in generationsübergreifender Gemeinschaft in St. Pölten in der Maximilianstraße errichten wird.“

Wie Alt und Jung gut gemeinschaftlich wohnen können

Voraussetzung für dieses zukunftsweisende Wohnprojekt ist eine Machbarkeitsstudie dazu, wie das Wohnen in generationenübergreifender Gemeinschaft gelingen kann.

Diese Machbarkeitsstudie wird vom Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung an der Fachhochschule St. Pölten im Auftrag der BWS reg. Gen.m.b.H. und der Volkshilfe Niederösterreich / Service Mensch GmbH durchführt.

Dabei sollen vor allem die zukünftigen BewohnerInnen der geplanten Wohnhausanlage befragt und gemeinsam mit Ihnen die Voraussetzungen für ein gelingendes Miteinander der Generationen entwickelt werden. So wird ein wegweisendes Konzept für intergenerationelles betreutes Wohnen entstehen, das neben der Umsetzung im geplanten Projekt auch Vorbildcharakter für weitere Wohnbauten haben soll.

Internationale Best-Practice-Beispiele weisen den Weg

Anhand der Analyse vorbildlicher Projekte intergenerationellen Wohnens, wie etwa dem „Bielefelder Modell“ werden zunächst zentrale Eckpunkte für das Gelingen derartiger Wohnformen dargestellt. Dabei wird auch auf die Erkenntnisse eigener Forschungsarbeiten der FH St. Pölten zu diesem Thema zurückgegriffen.

Diese haben deutlich gemacht, dass vor allem das Einbeziehen der BewohnerInnen in Planungs- und Gestaltungsprozesse, sowie die professionelle Begleitung bei Kommunikation und Koordination für das Gelingen derartiger Projekte ausschlaggebend ist.

Zukunftswerkstatt

Am 27. Februar 2016 sind an dem Projekt interessierte potentielle BewohnerInnen eingeladen, von 14 bis 18 Uhr, an einer Zukunftswerkstatt in der Fachhochschule St. Pölten teilzunehmen. Dabei werden die Chancen und Grenzen von generationsübergreifendem Wohnen in Form eines halbtägigen Workshops gemeinsam erarbeitet. Es wird diskutiert, welche baulichen Rahmenbedingungen wichtig sind, welche Möglichkeiten nachbarschaftlicher Hilfe und Unterstützung vorstellbar sind, wo professionelle Angebote der Pflege, Betreuung und Begleitung notwendig sind und was darüber hinaus für gutes Wohnen wichtig ist. Für Verpflegung während der Zukunftswerkstatt wird gesorgt.
Zur Planung von Veranstaltung und Buffet ist eine Anmeldung bis 10.Februar 2016 bei Frau Katharina Auer, MA, FH St. Pölten, unter T: +43 (0) 676 847 228 507 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Details dazu hier.

 

Weitere Informationen

 

Quelle: Medienservice St. Pölten